Individuelle Personalentwicklung durch Mitarbeitergespräche

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09
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2015

Das jährliche Mitarbeitergespräch ist “Dreh- und Angelpunkt” der Personalentwicklung auf Mitarbeiterebene. Voraussetzung dafür: Beim Gespräch steht tatsächlich der Mitarbeiter im Fokus. Dann können Vorgesetzte und HR wichtige Informationen zu den Kompetenzen und zur zielgerichteten Entwicklung ihrer Mitarbeiter erhalten.

Mögliche Fragen für ein Mitarbeitergespräch könnten zum Beispiel sein:

  • Wo sehen Sie Ihre Stärken?
  • Kennen Sie die Unternehmensziele und welche Ziele leiten Sie für sich selbst daraus ab?
  • Wie können Sie evtl. noch besser zum Unternehmenserfolg beitragen?
  • Können Sie das in der aktuellen Position und mit den aktuellen Fähigkeiten leisten?
  • Welche Aufgaben haben Sie und welche wünschen Sie sich?

Sehen Sie das Mitarbeitergespräch als Chance, um Ihre Mitarbeiter gezielt zu entwickeln, sie zu motivieren und sie in die Position im Unternehmen zu bringen, in der sie ihre Fähigkeiten bestmöglich einsetzen können. Zur Vorbereitung kann zum Beispiel ein 360°-Feedback hilfreich sein. Das Einholen des Feedbacks für das Mitarbeitergespräch kann beispielsweise mittels Software-Lösung unterstützt und vereinfacht werden. So sind Sie in der Lage schnell und systematisch Feedback Dritter einzuholen. Denn wenn das Feedback allein aus Sicht des Vorgesetzten kommt, wird das Gespräch für den Mitarbeiter leicht zur Belastung.

Acht Schritte zu einer mitarbeiterorientierten Personalentwicklung

  1. Erarbeiten oder aktualisieren Sie Ihre Unternehmensziele und –strategie.
  2. In Anlehnung daran erstellen Sie ein Schaubild mit aktuellen Unternehmensprozessen und –funktionen.
  3. Gemeinsam mit Mitarbeitern und Führungskräften leiten Sie eine Funktionsmatrix mit Anforderungsprofilen ab oder aktualisieren sie.
  4. Mitarbeitergespräch Teil 1: Im Dialog mit dem Mitarbeiter gleichen Sie das erstellte Anforderungsprofil mit den Kompetenzen und Stärken des Mitarbeiters ab.
  5. Anhand des Soll-/Ist-Vergleichs und unter Einbezug der Mitarbeiterwünsche entsteht ein individueller Entwicklungsplan.
  6. HR und Führungskräfte definieren die erforderlichen Maßnahmen gemeinsam. Das kann eine klassische Weiterbildung sein, aber auch neue bzw. andere Aufgaben.
  7. Nach der Durchführung der Maßnahmen dokumentieren Sie diese im Personalinformationssystem, in der Personalakte oder in Ihrer Software für Talent Management.
  8. Mitarbeitergespräch Teil 2: Kontrollieren Sie, ob die Maßnahmen zum gewünschten Erfolg geführt haben und definieren Sie gemeinsam mit dem Mitarbeiter, ob und welche Maßnahmen zusätzlich notwendig sind.

Hinweis: Bei der Personalentwicklung und (Be-)Förderung von Mitarbeitern sollten Sie die Benachteiligungsverbote des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) beachten. Eine Beförderungsentscheidung zum Beispiel hat nachweislich und dokumentiert diskriminierungsfrei zu erfolgen, d.h. sie darf weder an die Rasse, die ethnische Herkunft, das Geschlecht, die Religion, die Weltanschauung, eine Behinderung, das Alter noch die sexuelle Identität des Mitarbeiters anknüpfen.