Welche Inhalte müssen in eine Stellenbeschreibung?

Die Stellenbeschreibung ist ein wichtiger Teil jeder Stellenanzeige. Und diese ist das Aushängeschild für Unternehmen und soll Bewerber anlocken. Jobbezeichnung, Unternehmensbeschreibung, Kontakt- und Rahmendaten, Rechtliches: all diese Inhalte dürfen keinesfalls fehlen. Häufig sind Stellenbeschreibungen aber so unklar, dass Talente von vornherein keine Lust haben, sich zu bewerben. Wir haben hier zusammengefasst, was Sie bei der Formulierung von Stellenbeschreibungen beachten sollten.

Jobbezeichnung

Achten Sie darauf, dass die Bezeichnung der ausgeschriebenen Stelle nicht zu ausgefallen ist, auch wenn ein exotischer Jobtitel vielleicht besser klingt. Benutzen Sie lieber gängige Jobbezeichnungen - ein potenzieller Kandidat kann dann einschätzen, ob er für die Stelle geeignet ist.

Tätigkeiten

Aus der Stellenbeschreibung muss ganz klar hervorgehen, welche Pflichten der Inhaber der Stelle zu erfüllen hat. Der Inhaber der Stelle, beziehungsweise ein potentieller Bewerber, muss die von ihm erwartete Leistung erkennen können. Das ist besonders wichtig, denn das was hier an Tätigkeiten festgehalten und vereinbart wird, ist im Anschluss für den Mitarbeiter verbindlich und kann z. B. die Basis von Zielvereinbarungen sein.

Listen Sie die Aufgaben der Stelle daher detailliert auf. Je nachdem können auch Angaben zum jeweiligen Umfang sinnvoll sein. Und schließlich interessiert sowohl Bewerber als auch Stelleninhaber die Frage: Was ist das Ziel der Stelle?

Unternehmensbeschreibung

Ganz streng genommen ist die Unternehmensbeschreibung nicht Inhalt der Stellenbeschreibung, sondern der Stellenanzeige. Dort gehört sie aber unbedingt rein, denn Sie möchten ja zeigen, was Ihr Unternehmen so besonders macht und warum es sich für Bewerber lohnt, ein Teil davon zu werden. Bietet Ihr Unternehmen z. B. Zusatzleistungen wie eine Betriebsrente, Sportangebote oder ein innovatives Programm für die Work-Life-Balance? Dann können Sie sich damit an dieser Stelle von der Konkurrenz abheben.

Beschreiben Sie, was für den Bewerber relevant ist. Dazu zählen z. B. die Größe und Branche des Unternehmens. Versuchen Sie dabei Standard-Floskeln möglichst zu vermeiden. Sie können potenzielle Kandidaten auch durch bereits in der Stellenanzeige eingebundene Links direkt auf Ihre Website oder Ihre Social-Media-Auftritte führen.

Rahmendaten zur Stelle

In einer Anzeige sollte am besten nur eine Stelle ausgeschrieben werden. Genannt werden sollte die Anstellungsart (z. B. Teilzeit, befristet etc.), der gewünschte Antrittstermin und an welchem Standort die Stelle angesiedelt ist. Zeigen Sie Aufgaben und Tätigkeiten der Stelle auf. Davon getrennt können Sie das gewünschte Anforderungsprofil beschreiben (z. B. kaufmännische Ausbildung, Fremdsprachenkenntnisse etc.).

Auch ist es für potenzielle Kandidaten durchaus interessant, bereits in der Stellenbeschreibung zu lesen, welche Möglichkeiten hinsichtlich Karriere und Weiterbildungen bestehen. Ebenfalls für Bewerber attraktiv: Transparenz bei Prämien, Kinderbetreuung, 13. Gehalt etc.

Organisatorische Eingliederung

Ein weiterer wichtiger Teil jeder Stellenbeschreibung ist die Verortung der Stelle innerhalb des Unternehmens. Wichtige Inhalte sind: Zu welchem Team bzw. zu welcher Abteilung gehört die Stelle? Wer ist die vorgesetzte Stelle oder Person und an wen wird berichtet? Gibt es eine Weisungsbefugnis für andere Mitarbeiter, handelt es sich also um eine Stelle mit Personalverantwortung? Die Stellenbeschreibung dient der Information über die Beziehungen zu den anderen Stellen des Unternehmens.

Kontaktdaten

Grundsätzlich gilt: Machen Sie es dem Bewerber immer so einfach wie möglich. Halten Sie deshalb die Hürde zur Bewerbung möglichst gering. Am einfachsten geht das mit einem professionellen Bewerbermanagement-System. Denn dann ist es für den Bewerber nur ein Klick von der Stellenanzeige zur Bewerbung.

Falls keine Software-Unterstützung vorhanden ist, sollten Sie genaue Angaben machen, welche Bewerbungsart gewünscht ist. Einen persönlichen Ansprechpartner sollten Sie in jedem Fall (mit E-Mail-Adresse und Telefonnummer) auf der Ausschreibung nennen. Damit hat ein potenzieller Kandidat jederzeit die Möglichkeit, Unklarheiten zu klären.

Rechtliches

Beachten Sie: Das allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) verbietet eine Diskriminierung bei Stellenanzeigen. Informieren Sie sich daher über entsprechende Formulierungen. Es darf niemand aufgrund des Geschlechts, Alters, ethnischer Herkunft, Weltanschauung, Religion, sexueller Identität oder Behinderung diskriminiert werden.


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