27.10.2020

Mit Talent Relationship Management den richtigen Draht zu wertvollen Talenten finden

Friedemann Holland

Vice President of International Business Development @IntraWorlds

Talent Relationship Management (TRM) bezeichnet die Gestaltung der Beziehungen zwischen Talenten und einem Unternehmen über den kompletten Employee Lifecycle hinweg. Das TRM hat zum Ziel, eine langfristige Beziehung zu ehemaligen Bewerbern, aufrecht zu erhalten. Aber auch die Beziehung zu internen Talenten - also den Mitarbeitern- wird durch individuelle Personalentwicklung gepflegt.

INHALT

  1. Was ist die Definition von Talent Relationship Management?
  2. Talent Relationship Management Konzept: Recruiting auf Augenhöhe
  3. Candidate Relationship Management als geeignetes Pendant
  4. Talent Relationship Management Software: "versteckte" Reserven nutzen

[#anchor1]Was ist die Definition von Talent Relationship Management?[#anchor1]

Talent Relationship Management (TRM) ist ein strategisches Programm im Personalmanagement für die Beziehungspflege zu Talenten. Das Konzept zeigt Parallelen zum Customer Relationship Management im Produktmarketing auf. Dort ist das Ziel die Pflege von Kundenkontakten. Im TRM hingegen geht es um die Stärkung von alten und neuen Beziehungen zu externen, sowie internen Talenten.

[#anchor2]Talent Relationship Management Konzept: Recruiting auf Augenhöhe[#anchor2]

Der Jobmarkt wird überwiegend von Kandidaten beherrscht und nicht länger von Unternehmen. Vor zehn Jahren waren erst 50% der Recruiter dieser Meinung, mittlerweile sind es über 90% (Quelle: MRINetwork, 2017 Recruiter Sentiment Study). Die ausgetretenen "Post & Pray"-Pfade im Recruiting führen nicht länger zum wichtigen Grundrauschen an guten Bewerbungen. Active Sourcing ist die logische Folge und wurde spätestens mit der Verbreitung von LinkedIn, XING & Co. einfacher umzusetzen. So sind im letzten Jahrzehnt ganze Sourcing Abteilungen entstanden, in denen Headhunter eine neue Berufung fanden.

Active Sourcing braucht aber weiterführende Konzepte und Tools, um die geknüpften Beziehungen strukturiert aufrecht zu erhalten. Ein TRM-Konzept ist die zeitgemäße Antwort. Neu ist das nicht: TRM bildet längst eine tragende Säule der Strategie zur Personalgewinnung und stützt die Bereiche Active Sourcing, Recruiting und Onboarding. Ziel ist es, gute Kandidaten nach Erstansprache und Vorqualifizierung durch spannende Einblicke in das Unternehmen "warm zu halten". So begeistern Sie diese leichter für einen Einstieg, sobald die Zeit reif ist. Oft mangelt es jedoch an der praktischen Umsetzung. Eine simple Datenbank mit standardisiertem Newsletter überzeugt heute niemanden mehr.

[#anchor3]Candidate Relationship Management als geeignetes Pendant[#anchor3]

Am besten gelingt die Umsetzung von TRM-Maßnahmen mit einer maßgeschneiderten und interaktiven Online-Plattform. Auf der einen Seite schätzen Talente die Exklusivität und profitieren von personalisierten Informationen und passenden Jobangeboten. Auf der anderen Seite schätzen Recruiter die zusätzlichen Daten und erweiterten Funktionalitäten, die sie in öffentlichen Netzwerken vermissen. Die entsprechende Software nennt sich Candidate Relationship Management (CRM). Auch im Produktmarketing werden Tools zur Kundenbindung als CRM bezeichnet. Recruitment Marketing fristet im direkten Vergleich noch immer ein Nischendasein und hat technischen Nachholbedarf. Richtig eingesetzt, verkürzt ein CRM die "Time-to-hire" - eine der wichtigsten Kennzahlen im Recruiting. Die Erfahrung großer Unternehmen zeigt, dass Bewerber aus dem CRM im Einstellungsprozess bis zu sieben mal erfolgreicher sind, als Kandidaten außerhalb des Talent Pools. Investitionen in die "Candidate Experience" verbessern die Erfolgsrate von Einstellungen um 70% (Quelle: Brandon Hall, The True Cost of a Bad Hire, 09/2015) . Der Return on Investment eines TRM-Programmes mit geeigneter Software überzeugt daher auch die Vorstandsebene. Eine Berechnungsgrundlage für den ROI finden Sie im Whitepaper von IntraWorlds.

[#anchor4]Talent Relationship Management Software: "versteckte" Reserven nutzen[#anchor4]

Schöpfen Sie zunächst die Potenziale vorhandener Datenquellen aus. Fragen Sie im Sourcing und Recruiting nach vorhandenen Datenbanken und Tabellen. Lassen Sie sich am besten auch gleich die Teilnehmerlisten vergangener Campus-Events und Job-Messen geben. Selbst von Hand ausgefüllte Blätter enthalten wertvolle Kontakte potenzieller Bewerber. Binden Sie die Möglichkeit zur Anmeldung für Ihre "Talent Community" am besten direkt auf Ihrer Karriereseite ein. So entstehen wertvolle Kontakte zu Interessenten, selbst wenn diese derzeit keinen passenden Job sehen.

Noch wichtiger sind Ihre "Silver Medalists" aus vergangenen Einstellungsprozessen: Diese sind oft für ähnliche Stellen geeignet und bleiben bei guter Candidate Experience gerne in Kontakt. TALENTE KOMMEN UND GEHEN, BEZIEHUNGEN BLEIBEN. Begleiten Sie Talente auf ihrem gesamten beruflichen Weg. Mit einer passenden Software-Lösung halten Sie langfristig und strukturiert Kontakt. Ob Praktikanten und Werkstudenten, Absolventen und Young Professionals oder erfahrene Spezialisten und Führungskräfte: Ein Netzwerk guter Kandidaten für jedes Karrierelevel wird schnell zum Wettbewerbsvorteil.

Auch ehemalige Mitarbeiter sind eine spannende Zielgruppe, wenn auch meist nicht im Blickfeld klassischer TRM-Programme. Es gibt viele Beispiele erfolgreicher Alumni-Netzwerke mit positiven Effekten für das Unternehmen. Das gilt für Produkt- und Arbeitgebermarke gleichermaßen wie für Business Development und den Wissenstransfer. Auch das Recruiting profitiert von Empfehlungen und erneuten Einstellungen (Boomerang Hires).

Fazit: Lebenslange Beziehungen sind die Grundlage für gemeinsamen Erfolg!

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