Unternehmensziele – eine Definition

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2018

Unternehmensziele sind die Grundlage für das gesamte unternehmerische Handeln und damit auch für Zielvereinbarungen, die mit Fach- und Führungskräften aus den Unternehmensbereichen geführt werden. Die Jahresziele eines Unternehmens leiten sich aus verschiedenen Faktoren ab, wie z.B. den voraussichtlichen Bedingungen am Markt.

Unternehmensziele als Grundlage für Zielvereinbarungen

Unternehmensziele sind in der Betriebswirtschaftslehre definiert als alle Zielsetzungen, die einer unternehmerischen Betätigung zu Grunde liegen. Damit sind Unternehmensziele die Grundlage für das gesamte unternehmerische Handeln. Ein Unternehmensziel ist ein angestrebter Zustand, der durch wirtschaftliche Entscheidungen erreicht werden soll. Die Jahresziele eines Unternehmens hängen von verschiedenen Faktoren ab, z.B. von den voraussichtlichen Bedingungen am Markt.

Unternehmensziele erfüllen verschiedene Funktionen. So kann zum Beispiel auch die Unternehmensphilosophie als Ziel gesehen werden: Sie definiert das Selbstverständnis des Unternehmens und bietet den Mitarbeitern die Möglichkeit zur Identifikation. Die Gesamtziele werden auf verschiedenen Ebenen heruntergebrochen und bestimmen die Handlungsziele auf individueller Ebene. Daraus leiten sich auch die Zielvereinbarungen, die mit Fach- und Führungskräften beschlossen werden, ab.

Unternehmensziele als Grundlage für Zielvereinbarungen

Unternehmensziele beziehen sich auf alle Bereiche eines Unternehmens. Sie reichen von der allgemeinen Entwicklung eines Unternehmens (z.B. Umsatzziele) über Personal (z.B. Qualifizierung), Marketing (z.B. Ausbau der Marktanteile), bis hin zu Entwicklung (z.B. neue Produkte) und Organisation (z.B. neues IT-System).

Führungskräfte haben die Aufgabe, diese Unternehmensziele in individuelle Ziele für Ihre Mitarbeiter zu übersetzen. Daher sollten sie immer genau Bescheid wissen, welche Ziele das Unternehmen derzeit und auch zukünftig verfolgt. Aufgabe der Führungskraft ist es, dafür zu sorgen, dass die Mitarbeiter ebenfalls darüber informiert sind. Die Führung durch Zielvereinbarung („management by objectives“) kann eine motivierende Wirkung auf Mitarbeiter haben. Alle Mitarbeiter sollten wissen wofür sie arbeiten, woran sie gemessen werden und warum es sich lohnt vollen Einsatz für das Unternehmen zu zeigen. Nur so steigern Zielvereinbarungen die Motivation der Mitarbeiter.

Quantitative vs. Qualitative Ziele - eine Definition

Generell wird zwischen qualitativen und quantitativen Zielen unterschieden. Quantitative Ziele sind eindeutig in Zahlen messbar. Qualitative Ziele müssen dagegen erst messbar gemacht werden. Die Beispiele zeigen, wie das für quantitative und qualitative Ziele umgesetzt werden kann.

Beispiele für Quantitative Ziele:

Unternehmensziel Umsatz

  • Steigerung des Umsatzes um 3% innerhalb des nächsten Geschäftsjahres

Unternehmensziel Budget

  • Das Marketing Budget von 1 Mio. muss eingehalten werden

Beispiele für Qualitative Ziele:

Unternehmensziel: Kundenzufriedenheit steigern

  • Bedeutet z.B. für einen Vertriebsmitarbeiter den Kunden über das Geschäftsjahr verteilt häufiger zu besuchen (z.B. 3x statt bisher 1x)
  • Bedeutet z.B. für einen Mitarbeiter im Kundenservice, die Kundenanfragen künftig schneller zu bearbeiten, anstatt bisher innerhalb von 3 Tagen jetzt innerhalb von 1 Tag

Unternehmensziel: Bekanntheit der Marke steigern

  • Bedeutet z.B. für einen Marketing Mitarbeiter zielgruppenrelevante Social Media Kanäle zu ermitteln und auch zu betreuen oder Messeauftritte auf neuen Events zu organisieren

Tipp: Bei qualitativen Zielen ist es auch häufig hilfreich sich zu überlegen, was nicht mehr vorkommen darf, um das Ziel nachhaltig zu erreichen.

Ergebnisziele vs. Prozessziele

Eine weitere Art, zwischen verschiedenen Typen von Unternehmenszielen zu unterscheiden, ist die Aufteilung in Ergebnis- und Prozessziele. Ergebnisziele stehen in direktem Bezug zu den Ergebnissen, die ein Unternehmen anstrebt. Diese Ziele sind meist langfristiger und das Unternehmen hat nicht immer die absolute Kontrolle darüber, ob sie erreicht werden. Prozessziele können kurzfristiger sein und liegen eher in der Hand der Mitarbeiter des Unternehmers.

Beispiele für Ergebnisziele:

Ergebnisziel: Umsatz

  • „Der Umsatz soll im nächsten Geschäftsjahr um x Prozent steigen“

Ergebnisziel: Marktanteil

  • „Bis zum Ende des nächsten Geschäftsjahrs soll der Marktanteil auf x % gesteigert werden“

Beispiele für Prozessziele:

Prozessziele: Umsatz

  • ‍„Jede Woche sollen x Angebote verschickt werden“
  • „Der Außendienst soll jeden Monat x Kunden besuchen“

Prozessziele: Marktanteil

  • „Im ersten Quartal soll eine Marketingkampagne zum Thema XYZ gefahren werden“
  • „Die USPs unseres Produkts gegenüber der Konkurrenz sollen bis Ende KW 25 deutlicher herausgearbeitet werden“

Tipp: Erfolgreiche Unternehmen verfolgen immer eine Mischung aus Ergebnis- und Prozesszielen. Ergebnisziele zahlen dabei auf die langfristige Vision des Unternehmens ein. Prozessziele definieren den Weg zu diesem Ergebnis und helfen, ihn in Etappen aufzuteilen.